#carmenundich

Die Entscheidung zwischen dem Olchinger Jubiläumslauf, für den ich mich bereits angemeldet hatte und Carmen ist gefallen und so lautet an diesem Wochenende der Hashtag #carmenundich.

Das wichtigste Werk des Pariser Komponisten Georges Bizet ist sicherlich die Carmen, die vom Publikum zunächst abgelehnt wurde. Sechs Monate nach der Uraufführung starb Bizet bereits 36jährig und sein Freund Ernest Guiraud passte das Werk radikal an den Publikumsgeschmack an – entgegen Bizets Wunsch. Bei der bis heute aufgeführten Fassung wurden alle gesprochenen Passagen zu gesungenen Rezitativen, was nicht nur Form und Harmonik veränderte, sondern auch inhaltlich das Verhältnis zwischen Figuren und Szenen. Das ging auf Kosten des vermittelten Inhalts. Es entfiel der enge Bezug, den Bizet gerade in den gesprochenen Passagen zu Prosper Mérimées Novelle mit seinen starken Charakteren hergestellt hatte.

Die Theaterakademie August Everding bringt am 18. Februar „Carmen Assassinée“ – die ermordete Carmen auf die Bühne des Prinzregententheaters. Ausgangspunkt ist die Carmen von Georges Bizet. Das Ende der titelgebenden Figur – der Mord an Carmen – ist bekannt, doch was passiert davor zwischen den Figuren, was motiviert ihr Handeln? Eine Gruppe von jungen Sängerinnen und Sängern begibt sich auf eine Expedition in Georges Bizets Oper Carmen und Prosper Mérimées gleichnamige Novelle. Sie beleuchten die Geschichte und die Psyche der Figuren aus ihrer eigenen Auseinandersetzung mit dem Stoff heraus und nehmen das Publikum mit in eine Welt voller Sehnsucht, Fremdheit, Leidenschaft und Gewalt.

Sämtliches musikalisches Material, das aufgrund des Skandals der Uraufführung nach Bizets Tod eingefügt wurde, wird weggelassen, um Bizets mitreißende Musik und die Bilder, die sie hervorruft, in ihrer ursprünglichen Dringlichkeit wirken zu lassen.

Das Regieteam Christof Nel, Martina Jochem und Thomas Goerge arbeitet mit Carmen Assassinée nach Das Wundertheater / Ein Landarzt / Das Ende einer Welt und Orlando furioso bereits zum dritten Mal mit der Theaterakademie August Everding zusammen. Das Münchner Rundfunkorchester, mit dem die Theaterakademie in den letzten Spielzeiten schon viele erfolgreiche Musiktheaterproduktionen realisierte, wird erstmalig von Karsten Januschke dirigiert, der sich an der Oper Frankfurt sowie durch zahlreiche Gastdirigate international einen Namen machen konnte. So ist es auf der Website der Theaterakademie zu lesen.

Als wäre all das nicht schon spannend genug, hat nun die Theaterakademie Blogger und Twitterer zu einer Endprobe am 13. Februar eingeladen.

Ich folge auf Twitter seit längerem Johannes Lachermeier (@jlachermeier), der von der Staatsoper vor kurzem zur Theaterakademie wechselte. Von ihm stammt offensichtlich die Idee zu diesem Event und morgen um 11 Uhr ist es so weit: Die Produktionsdramaturgin Tamara Bauer gibt eine Einführung in die Inszenierung und um 11.30 beginnt die Orchesterhauptprobe. Anschließend gibt es gegen 14 Uhr eine Backstage Führung durch das Prinzregententheater und die Theaterakademie und um 15.30 Uhr folgt noch ein Treffen mit dem Dirigenten Karsten Januschke und weiteren Beteiligten der Produktion. Dirigenten sind zum Glück nicht mehr ganz so furchteinflössend wie früher, sondern sehen heute ungefähr so aus:

Januschke

Das Foto stammt von der Homepage des Dirigenten.

Ich bin super gespannt und freue mich sehr auf diese Veranstaltung.

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